Archiv der Kategorie: Griechenland

Varoufakis: Wir müssen die Eurozone reparieren

Varoufakis, ND 9.10.15

Varoufakis erläutert im Interview im Neuen Deutschland, warum er – obwohl er die Politik von Syriza für gescheitert hält – gegen Grexit und „Plan B“ und für einen „New Deal für Europa“, für Eurobonds und für den Kampf auf der Straße für einen Politikwechsel in der Eurogruppe ist – und deshalb Lafontaine widerspricht.
http://www.neues-deutschland.de/artikel/987141.da-widerspreche-ich-oskar-lafontaine.html?sstr=Varoufakis

Austritt aus dem Euro macht die EU zum Spielball der Finanzzocker

Flagge Griechenland - EU

Michael Schlecht, wirtschaftspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, weist den Vorschlag von Wagenknecht und Lafontaine nach Austritt aus dem Währungsverbund und der Rückkwehr zum EWS zurück: „Ich erinnere mich noch gut an die Zeit des Europäischen Währungs-systems (EWS). Damals versuchte die Politik, die Austauschver-hältnisse von D-Mark, Gulden, Francs, Drachme und den anderen Geldern zu fixieren. Vergeblich. Das EWS war eine Einladung an die Finanzmärkte, gegen diese politischen Kurse zu spekulieren. Europas Währungen wurden zum Spielplatz der internationalen Finanzzocker. Nein, statt dem Euro eine Rückkehr zu diesen Gruselzeiten ist der falsche Weg.“
http://www.fr-online.de/gastbeitraege/wirtschaftskrise-deutschlands-schuld-an-der-eurokrise,29976308,31729098.html

Deutschland im plus selbst bei griechischer Pleite

Steuereinnahmen insgesamt 99 - 14

Das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) hat ermittelt, dass Deutschland durch den Zinsverfall ca. 100 Mrd. an Zinsen eingespart hat, eine Summe, die seine Verlust bei einem griechischen Staatsbankrott übersteigt.
http://www.neues-deutschland.de/artikel/980687.eurokrise-deutschland-ist-der-grosse-gewinner.html

Griechische Privatisierungserlöse: Eurogruppe hantiert bewusst mit falschen Zahlen

plusminus Griech. Priv.erlöse 29.7.15plusminus weist nach: Zwei Tage vor der „langen Nacht“ in Brüssel hat die EU-Kommision ihre Schätzung der Erlöse aus dem Privatisierungsfonds von 50 auf 10 Mrd heruntergesetzt. Das hat Eurogruppe, EZB + IWF nicht gehindert, bei der „Einigung“ weiter 50 Mrd. anzusetzen.
http://www.ardmediathek.de/tv/Plusminus/Was-bringt-der-Fonds-mit-griechischen-St/Das-Erste/Video?documentId=29813912&bcastId=432744

G. Schwan: Gabriel will Tsipras weghaben

Schwan Monitor

In Monitor erklärt Schwan: die Bundesregierung inkl. SPD wollte von Anfang an die griechische Linksregierung weghaben. Gustav Horn: Das Angebot eines neuen 35 Mrd.-Programms hat es nicht gegeben, auch nicht cdie Streichung der Mehrwertsteuererhöhung.
http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/monitor/videosextern/irre-griechen-wie-viel-demokratie-vertraegt-europa-100.html

 

 

USA: Rettung Griechenlands ist „Frage der nationalen Sicherheit“

BILD zitiert das Weiße Haus: „Obamas Sprecher Josh Earnest: “Der Präsident hat in dem Telefonat betont, dass es wichtig ist, sich weiter mit Griechenland an einen Tisch zu setzen. Die gute Nachricht ist: Dieses Ziel ist auch im Interesse aller anderen Verhandlungspartner.” Nur wenige Stunden später verkündete das Weiße Haus gar, Griechenlands Verbleib im Euro sei für die USA „eine Frage der nationalen Sicherheit“.  In der Sprache der US-Diplomatie bedeutet das: Es muss alles getan werden, um den Grexit zu verhindern.“
http://www.bild.de/politik/ausland/barack-obama/kaempft-fuer-griechen-regierung-41588026.bild.html

Gabriel lässt die Maske fallen

Gabriel-VaroufakisGabriel spielt die Antikommunismus- und Nationalismus-Karte. Zitat in der BILD:  „Wir werden nicht die überzogenen Wahlversprechen einer zum Teil kommunistischen Regierung durch die deutschen Arbeitnehmer und ihre Familien bezahlen lassen.“
http://www.bild.de/politik/ausland/alexis-tsipras/vize-kanzler-gabriel-macht-griechen-chefs-schwere-vorwuerfe-41350198.bild.html

Varoufakis: Wir müssen den Kapitalismus vor sich selbst retten

Varoufakis, woz Cover

Ein wichtiger Text: Varoufakis über Marx und die Freiheit, über die Krise der Linken und warum die grassierende rechte Gefahr die Linke zwingen kann, den Kapitalismus zu retten. Hier drei Auszüge:

„Weil die Sozialdemokratie und die Linke es nicht schafften, eine Kritik des Kapitalismus anhand der Begriffe Freiheit und Vernunft zu formulieren, wie es Marx für unabdingbar hielt, erlaubten sie den Neoliberalen im Allgemeinen, sich das Mäntelchen der Freiheit umzuhängen und im Streit der Ideologien einen bemerkenswerten Sieg zu erringen. …… Meine Hoffnung, dass die Verschlechterung der «objektiven Bedingungen» irgendwie neue «subjektive Bedingungen» schaffe, denen eine politische Revolution entspringe, war schlicht Unsinn. ….. Deshalb bin ich nicht bereit, dieser postmodernen Version der dreissiger Jahre neuen Schub zu verleihen. Falls das heisst, dass wir, die angemessen unorthodoxen MarxistInnen, den europäischen Kapitalismus vor sich selbst retten müssen, dann ist es halt so. Nicht aus Liebe für den europäischen Kapitalismus, für die Eurozone, für Brüssel oder die Europäische Zentralbank, sondern weil wir die menschlichen Opfer dieser Krise möglichst gering halten wollen.“ (erschienen in: Die Wochenzeitung (woz), Heft 9/15, Zürich)
https://www.woz.ch/-5a79

Varoufakis: Staatskritik ist mir sympathisch

yanis-varoufakis„Kurzum, ohne Marx kann man nicht verstehen, wie die  Marktgesellschaften funktionieren; zugleich aber halte ich es für einen Fehler der marxistischen Linken, dass sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Begriff der Freiheit verworfen (und damit den Neo-Liberalen überlassen) hat, indem sie sich auf den Begriff der Gerechtigkeit konzentriert und zudem auf den Staat fixiert haben….Die unentwegt fließenden Geldströme führten dazu, dass die Sozialdemokraten den kritischen Blick verloren, mit dem sie früher erkannt hatten, dass unregulierte Geld-, Arbeits- und Immobilienmärkte ungeheuer problematisch sind.“
Varoufakis, Diese Eurozone hat keine Zukunft, wenn sie sich nicht ändert. NachDenkSeiten 4.5.