Archiv der Kategorie: Korruption/Kriminalität

Saviano: „In Europa herrscht Krieg…, die Jungs sind wie Dschihadisten.“

Robert Saviano schreibt in seinem neuen Roman „Der Clan der Kinder“:  „Keines dieser Kinder schießt, weil es Hunger hat. Sie machen es, um sich zu unterscheiden, um kein Niemand zu sein. In dem Europa, in dem sie aufwachsen, schließen sich die Wege, die zu Arbeit und Wertschätzung führen, immer mehr. Warum haben sie diesen Hunger nach Anerkennung, nach Macht, nach Liebe? Warum machen sie mit 15 schon Kinder? Weil sie wissen, dass sie nicht mehr lange zu leben haben. Sie sind wie die Dschihadisten. Sie suchen einen Sinn, eine Aufgabe, ein Ziel. In Europa schaut man dauernd in Richtung Islam, wenn es um Jugendliche geht, die zur Waffe greifen. Aber das ist falsch. Keiner meiner Jungs war in einer Koranschule. Keiner hat etwas mit Religion am Hut. Aber sie sind die wirkliche Gefahr, der wir uns in Europa stellen müssen. Nicht die „islamistische Bedrohung“.

Saviano, Roberto, Um dir ins Gesicht zu schießen, brauche ich eine Sekunde, BLZ 17.3.18

 

 

 

 

ARD: Mietsteigerung um 2/3 – zu Steuersatz null

Die Briefkastenfirma Phoenix Spree grast den Berliner Wohnungsmarkt nach Rendite-Tops ab und zahlt dabei null Steuern auf der Isle of Man. Senator Kollatz-Ahnen: Uns entgegen dabei Einnahmen in mindestens dreistelliger Höhe. Schäuble hat resigniert: „Wir schlagen der Hydra einen Kopf ab und zwei wachsen nach.“
Tagesschau Zusammenfassung: https://www.tagesschau.de/ausland/paradisepapers/paradisepapers-147.html
Beitrag Paradise Papers komplett:

http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/paradise-papers-zocker-trickser-milliardaere-video-100.html

Trumps Verbindungen zur russischen Mafia

Johannes Hano weist in zdf zoom die langjährige Kooperation des US-Präsidenten mit der russischen Mafia nach. Trumps Verbindungen zu Russland haben langjährige Ursprünge von Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre.  Trumps wichtigster Mentor war  Staranwalt der russischen Mafia, der Trump-Tower, Knotenpunkt russischer Geldwäsche, diente als ihr Unterschlupf und konnte nur mit ihrer Hilfe gebaut werden.

 

 

Trump, Geldwäsche der Dt. Bank in Russland und die Entlassung des FBI-Chefs

„Die Deutsche Bank ist Donald Trumps größter Kreditgeber. Sie hat ihm, je nachdem welchen Maßstab man anlegt, zwischen 700 Millionen und zwei Milliarden Dollar geliehen…. (Trump) verklagte die Bank auf drei Milliarden Dollar Schadensersatz, behauptet, die Deutsche Bank sei daran schuld, dass seine Geschäfte kollabiert sind. Am Ende verglich sich die Bank mit Trump außergerichtlich, der Kredit wurde umstrukturiert. Wenig später fragte Trump die Bank erneut um Geld. Mit Erfolg. …Jared Kushner hat wie sein Schwiegervater Donald Trump Geld von einem Ableger der Deutschen Bank geliehen. Und wie die Berater des Präsidenten hatte er im Wahlkampf Kontakt zu russischen Politikern. Die Kredite bekamen Trump und Schwiegersohn von der Deutsche Bank Trust Company of the Americas – DBTCA, mit Sitz an der Wallstreet. Dieser Teil der Deutschen Bank steht im Zentrum eines Geldwäsche-Skandals. Zehn Milliarden Dollar haben russische Kunden mit Hilfe der DBTCA aus Russland abfließen lassen. Dafür musste die Mutterbank in den USA 425 Millionen Dollar Strafe zahlen. Der Skandal beschäftigt den Vorstand der Deutschen Bank in Frankfurt bis heute….Im März 2017 hat Donald Trump den Staatsanwalt Preet Bharara entlassen, der gegen die Deutsche Bank ermittelt hatte, mehrfach. Erst behauptete das Weiße Haus, er sei zurückgetreten. Es war eine Lüge. Tweet Preet Bharara, 11.03.2017: „Ich bin nicht zurückgetreten. Ich wurde gefeuert.“ … Später gab der Präsident zu: Der FBI-Chef Comey wurde wegen seiner Russland-Ermittlungen gefeuert.“ (Frontal21 vom 23.5.17 (Manuskript)
Frontal21, Trump-und-die-deutsche-bank-100_manuskript

„Facebook in einer Liga mit Waffenhändlern“

beckedahl-ueber-fb-frontal21-13-9-16Frontal21 über Facebooks Zurückhaltung gegen  Hasskommentare  mit krassen Beispielen. Für Markus Beckedahl ist Facebook „eine der intransparentesten Unternehmen, die man sich vorstellen kann“.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2835266/Hass-auf-Facebook#/beitrag/video/2835266/Hass-auf-Facebook

SYRIZA: Es geht nicht um Verstaatlichung

Milios

Jannis Milios, Wirtschaftsberater von Tsipras, erläutert im Interview in der Berliner Zeitung, dass es nach einem Wahlsieg von Syriza im Kern nicht um Austritt aus dem Euro und um große Verstaatlichungs- und öffentliche Investitionsprogramme geht, sondern um sofort notwendige und wirksame Maßnahmen: gegen die humanitäre Krise, gegen die Kleptokratie, Steuerhinterziehung und Korruption, um die Wiedereinführung der früheren Mindestlohnhöhe und um Verhandlungen über die „Abmilderung der Sparauflagen“, also des fiscal waterboarding der Troika.

In der taz von heute erläutert er das: „Die Bürger sollen keinen Euro verlieren. Das könnte so funktionieren: Die Europäische Zentralbank nimmt allen Eurostaaten jene Schulden ab, die 50 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung übersteigen. Die
werden umgewandelt in Anleihen, die nicht verzinst werden. Die
Anleihen verlieren mit der Inflation Jahr für Jahr an Wert. Regierungen kaufen sie dann zurück, wenn sie nicht mehr Schulden als 20 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung ausmachen. Auf das Geld aus Griechenland müsste die EZB dann ungefähr 50 Jahre warten.“

http://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/wahl-in-griechenland–die-deutschen-sollten-sich-auf-syriza-freuen-,10808230,29547030.html

Podemos und die Verrottung des politischens Systems

Der Siegeszug von Podemos ist der Aufstand gegen die Verrottung des politischen Systems. Die gibts nicht nur in Spanien. Ob Podemos,  Grillo-Partei („direkte Demokratie gegen 25 Jahre Höflingssystem“), Front National („Tous pourris“ – „Alle verfault“) oder AfD („Nur wir sind die Partei des gesunden Menschenverstands“): Die grassierende Krise der politischen Repräsentation führt zum Massenaufstand von rechts und von links.
http://www.berliner-zeitung.de/politik/podemos-in-spanien-der-besen-in-der-hand-der-buerger,10808018,29070970.html