Archiv der Kategorie: Kapitalismus

Saviano: „In Europa herrscht Krieg…, die Jungs sind wie Dschihadisten.“

Robert Saviano schreibt in seinem neuen Roman „Der Clan der Kinder“:  „Keines dieser Kinder schießt, weil es Hunger hat. Sie machen es, um sich zu unterscheiden, um kein Niemand zu sein. In dem Europa, in dem sie aufwachsen, schließen sich die Wege, die zu Arbeit und Wertschätzung führen, immer mehr. Warum haben sie diesen Hunger nach Anerkennung, nach Macht, nach Liebe? Warum machen sie mit 15 schon Kinder? Weil sie wissen, dass sie nicht mehr lange zu leben haben. Sie sind wie die Dschihadisten. Sie suchen einen Sinn, eine Aufgabe, ein Ziel. In Europa schaut man dauernd in Richtung Islam, wenn es um Jugendliche geht, die zur Waffe greifen. Aber das ist falsch. Keiner meiner Jungs war in einer Koranschule. Keiner hat etwas mit Religion am Hut. Aber sie sind die wirkliche Gefahr, der wir uns in Europa stellen müssen. Nicht die „islamistische Bedrohung“.

Saviano, Roberto, Um dir ins Gesicht zu schießen, brauche ich eine Sekunde, BLZ 17.3.18

 

 

 

 

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Millenials fahren auf „alte Sozialisten“ ab

Nur jeder achte glaube, ihm werde es finanziell besser gehen als den Eltern. … Meine Kinder werden es mal besser haben – dieser Satz gilt nicht mehr ohne weiteres. … Laut Deloitte Millennial Survey 2017 ist die Festanstellung der erstrebenswerteste berufliche Status der jungen Menschen in Deutschland. 75 Prozent wünschen sich einen Vollzeitjob. … Laut Deloitte wünscht sich immerhin ein Drittel der deutsche Millennials einen radikalen Wandel der Gesellschaft. In Großbritannien, den USA und Frankreich wenden sich die jungen Menschen den „alten Sozialisten“ zu.“
http://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/kinder-der-krise-millennials-sind-rund-40-prozent-aermer-als-ihre-eltern-27888204

Landbanking – Bodenpreise gehen durch die Decke

Gewinne bis zu 3.000 %, Berlin Mekka der Spekulanten, +345% in 5 Jahren; privatisierte, jahrelang leerstehende Grundstücke mit Preisverdopplung in zwei Jahren, gehalten von russischen Oligarchen. Pfaffenhofen will Baulandsteuer einführen, weil 18 ha spekulativ brachliegen. Anbei der panorama-Bericht vom 20.4.17.
https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2017/Brachliegende-Grundstuecke-Spekulanten-verschaerfen-Wohnungsnot,grundstuecksspekulation100.html

Change will never take place from top to down

sandersIn seiner Rede listet Bernie Sanders zum Abschluss seiner Wahlkampagne die Kernpunkte seines Programms vom kostenlosen Studium über höheren Spitzensteuersatz bis zum 15-Dollar-Mindestlohn auf und zieht Bilanz, was seine Bewegung schon jetzt erreicht hat. Zitat: „Wir haben der stärksten und fortschrittlichsten demokratischen Plattform in der Geschichte der USA zu ihrem Recht verholfen.“
https://berniesanders.com/stream/

 

Schiedsgerichtsklagen als Spekulationsobjekt

ARD, Konzerne klagen - wir zahlen

Die Profite sog. „Prozessfinanzierer“, die auf Klagen von Schiedsgerichten gegen Staaten wetten,  gehen durch die Decke – auf Kosten des Steuersäckels. Eine gut recherchierte story auf ARD.
http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Die-Story-im-Ersten-Konzerne-klagen-W/Das-Erste/Video?documentId=31181268&bcastId=799280

Austritt aus dem Euro macht die EU zum Spielball der Finanzzocker

Flagge Griechenland - EU

Michael Schlecht, wirtschaftspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, weist den Vorschlag von Wagenknecht und Lafontaine nach Austritt aus dem Währungsverbund und der Rückkwehr zum EWS zurück: „Ich erinnere mich noch gut an die Zeit des Europäischen Währungs-systems (EWS). Damals versuchte die Politik, die Austauschver-hältnisse von D-Mark, Gulden, Francs, Drachme und den anderen Geldern zu fixieren. Vergeblich. Das EWS war eine Einladung an die Finanzmärkte, gegen diese politischen Kurse zu spekulieren. Europas Währungen wurden zum Spielplatz der internationalen Finanzzocker. Nein, statt dem Euro eine Rückkehr zu diesen Gruselzeiten ist der falsche Weg.“
http://www.fr-online.de/gastbeitraege/wirtschaftskrise-deutschlands-schuld-an-der-eurokrise,29976308,31729098.html