Archiv der Kategorie: DIE LINKE

Ramelow: Die Ängste der Menschen ernst nehmen

ARCHIV - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) spricht am 15.09.2015 in Erfurt (Thüringen) während einer Pressekonferenz in der Staatskanzlei. Foto: Martin Schutt/dpa (zu lth zum Thema "Landeshaushalt" vom 16.09.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Ramelow hat recht, alles andere wäre Sektierertum. Aber es geht nicht nur um Ängste. Die Menschen entdecken über die Flüchtlingsfrage, dass plötzlich das Geld da ist, das ihnen immer verweigert wurde.  Ein Teil der AfD-Wählerschaft geht darüber in Sozialneid, das muss scharf bekämpft werden. Ein anderer Teil sagt, Flüchtlingen muss man helfen, aber wenn plötzlich Geld da ist, dann auch für uns. Das verschafft Gefühlen von Ungerechtigkeit einen Push, der gestärkt werden muss. Diesen Teil der AfD- Wählerschaft gilt es, für linke Politik (zurück)-zugewinnen.

http://www.sueddeutsche.de/politik/kritik-ramelow-greift-wagenknecht-an-1.2942069

Es ist deshalb falsch, wenn Ramelows eigene Partei- und Fraktionsvorsitzende Hennig-Wellsow laut FAZ vom 21.3. erklärt,  sie sehe es nicht als ihren Auftrag an, auf die AfD-Wähler zuzugehen. Ramelow hat derweil nachgelegt und sich von der Instrumentalisierung seines Beitrags als Angriff gegen Wagenknecht distanziert: „Ziel unserer Diskussion ist, dass wir eine starke LINKE wollen, die Politik für die Menschen macht und Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellt. Da weiß ich Sahra genauso an meiner Seite wie Katja Kipping, Dietmar Bartsch, Bernd Riexinger und alle anderen Genossinnen und Genossen, die sich solidarisch an diesem Prozess beteiligen.“ 

http://www.bodo-ramelow.de/politik/aktuell/post/2016/04/11/praktische-loesungen-klare-perspektiven/
Advertisements

„Aprilthesen“: neue Fragen, neue Antworten der Linken

Foto Sozialismus 4-15Nach Marx (Grundrisse, S. 231) wird es zur Überlebensfrage des Kapitals, „die materiellen Elemente für die Entwicklung der reichen Individualität“ zu schaffen. In dem Prozess entwickeln die Produzenten neue Ansprüche an die Arbeit, die aber an die Grenzen der Verwertungsinteressen des Kapitals stoßen. Die Linke mus diese neuen (!) Ansprüche (an mehr Selbstbestimmung/Selbstwirksamkeit, an Vereinbarkeit von Beruf und Familie etc.) aufgreifen. Sie müssen jedoch vorher überhaupt wahrgenommen werden. Leider ist die „Normal“-Arbeit nur ein Randthema in der „Woche der Zukunft“ der Linkspartei. A. Recht, P. Schäfer, A. Troost und A. Werner zeigen in ihren „Aprilthesen“, dass die deutsche Linke grundlegende Entwicklungen des modernen Kapitalismus verkennt und bei den altbekannten „Großen Erzählungen“ und Botschaften stehenbleibt. Der Beitrag zielt zugleich darauf ab, Diskussionsstränge zu entwickeln, um die zwischen rot-rot-grün bestehenden Blockaden zu überwinden.
Recht, Schäfer, Troost, Werner, Aprilthesen. Wo wir stehen und was getan werden sollte

Jeder für sich? MdB Sieling und Troost zu Chancen für R2G

Sieling     Troost gut

In der neuen Ausgabe der Zeitschrift Sozialismus habe ich (zusammen mit Hasko Hüning) den Sprecher der SPD-Linken Carsten Sieling  und Axel Troost, stellv. Vorstandsvorsitzender der LINKEN, zu Gemeinsamkeiten und Trennendem für eine rot-rot-grüne Koalition befragt.
Sieling_Troost Sozialismus_Heft_2-2015

Gysis Kritik der eigenen Partei und ihrer Strömungen

Titel: „Die Linke und die Jahrhundertkrise“, VS-Verlag
Passt ziemlich exakt auf die heutige Lage (wiederentdeckt aus 2011, im Netz leider nur als Auszug zu 2/3, S. 13-20)
Ein Beispiel: „Bei der Konzentration der Konzepte auf die Alltagsprobleme der Menschen und auf die Formen, in denen sie die Krise verarbeiten, muss nachgelegt werden.“
http://www.onleihe.de/…/…/springer/20110823/31187/v31187.pdf

Verliert die politische Linke den Anschluss an die Arbeitswelt?

Grafik Pfeil nach links

Interessante (und alarmierende) Zahlen über die Wählerschaft von SPD und Linkspartei. „Die Linke droht, … den Anschluss an die Arbeitswelt, an die dort stattfindenden Umwälzungen der Produktivkräfte, an den Alltag und das Alltagsbewusstsein ,normaler‘ Berufstätiger zu verpassen«. (Horst Kahrs, RLS)
http://www.neues-deutschland.de/artikel/948073.alt-parteien-und-junge-waehler.html