Archiv der Kategorie: Infrastrukturpolitik

Deutschland verschläft mal wieder eine historische Chance, obwohl führend  in der Grundlagenforschung auf dem Gebiet. Ganz anders Norwegen: Null Abgase, kostenloses Parken, null Mehrwertsteuer, faktische Kaufpreisförderung mit 30.000 Euro. Auch dt. Hersteller sind im Tiefschlaf und machen den Bremser: Toyota mit dem Mirai und jetzt Hyundai mit dem Nexo (käuflich ab diesem Sommer, Reichweite 800km)  bieten Wasserstoffautos auf dem Markt an.   Auch Wasserstoffbusse sind auf dem Markt.  100 Wasserstofftankstellen sind für nä. Jahr, in fünf Jahren 400 prognostiziert.  Die Geschwindigkeit des Infrastruktur-Umbaus wird sich potenzieren.

http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/videos/brennstoffzellen-technologie-video-100.html

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Wenn die SPD-Basis sich mit diesen Inhalten zufrieden gibt, dann gute Nacht SPD. Folgende Punkte zeigen, dass sich der rechte Flügel der SPD bei der Zustimmung durchgesetzt hat:

Wettbewerbsfähigkeit der EU stärken (!), private Alterssicherung stärken (!), zur Wohnungspolitik nur 1 Seite (!): Ausbau der Datenbasis für den Mietspiegel nur „prüfen“ (statt von 4 auf 10 Jahre verlängern), Förderung des Soz. Wohnungbaus nur „garantieren“ (statt massiv ausbauen), zur Mod.umlage nur: „darf nicht zu unverhältnismäßigen Mieterhöhungen führen“ (!), nichts zur Erneuerung des veralteten Kapitalstocks der Industrie, stattdessen weiter so mit „Investitionshochlauf fortsetzen“ (!), nichts Konkretes zur dringenden „Digitalisierung der Verwaltung“, zum verbreiteten Gefühl der Benachteiligung in den neuen Bundesländern nur: „ostdeutsche Länder besonders unterstützen“ und Beerdigung der Umverteilung. Ansonsten  Verbesserungen im Kleinklein, Vieles, schwer Durchsetzbares zu Europa, keine  Fokussierung auf zentrale, eingängige Botschaften.

Die SPD hat eben keine Ahnung von der Krise der etablierten Politik und  wie man im Alltagsbewusstsein Hoffnung, Aufbruch und Begeisterung fördert. Deprimierend!

Einigungspapier Sondierung media-42354

Lug und Trug in der Politik, hier: Die Abgaslüge

Bundesregierung und EU-Kommission wussten mindestens seit 2011 vom gigantischen Betrug im Dieselskandal. Wann wird Minister Dobrindt tätig – nach der Aufdeckung in den USA 2017. Die EU-Kommission arbeitet seit 8 Jahren an dem Problem der Abschaltschummelsoftware und den Tests unter Real-Bedingungen – gegen den Widerstand von 313 Autolobbyisten in Brüssel. Alle eur. Autokonzerne lügen das Blaue vom Himmel. Hochaktueller Beitrag aus 2016. Bislang null Entschädigung eur. Dieselbesitzer. Stickoxide sind für Todesfälle in fünfstelliger Größenordnung verantwortlich ist. Das immer mehr Menschen an Politik und Rechtsstaat zweifeln, wundert nicht.

https://www.zdf.de/politik/frontal-21/frontal21-dokumentation-die-abgasluege-wie-autoindustrie-und-100.html

Mieten-VE: Kurswechsel in der Wohnungspolitik begrüßt

koa-vereinb-titel-wohnungskapitelSchluss mit dem Ausverkauf von Wohnungen, Mietbindungen und öffentlichen Flächen, Schluss mit der Bereicherung der Finanzhaie am Sozialen Wohnungsbau, Schluss mit der Verdrängung durch Modernisierung städtischer Wohnungen, Schluss mit der Verdichtung auf Kosten von Mieterschaft und Umwelt, für Rekommunalisierung privatisierter Sozialwohnungen, die „Städtischen“ werden durch eine „Anstalt öffentlichen Rechts“ an die Kandare genommen – und nicht zuletzt: Schluss mit der  Schuldentilgung auf Kosten von Investitionen.
Das sind mutige Ansagen der Koalitionsvereinbarung zu Bauen und Wohnen, die der Mietenvolksentscheid in seiner Bewertung (s.u.) voll unterstützt, ohne die Schwachpunkte zu verschweigen.  Jetzt muss das alles nur gegen Interessen der privaten Wohnungswirtschaft und der Vorstände der städtischen Wohnungsunternehmen und gegen die „Dampfwalze Spekulation“ der privaten Investoren durchgesetzt werden.
mve-kurswechsel-bei-bauen-und-wohnen-dauerhaft-machen

 

Mieterratswahlen stoppen und neu ausschreiben

Langer Jammer Märkisches ViertelDie kommunale Berliner Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU schließt  unbequeme Mieterräte von der Kandidatur zu den Wahlen seiner Mieterräte aus. Die Berliner Zeitung fordert deshalb Stopp und Neuausschreibung der Wahlen (s. Anlage). In diesem Vorgang werden nicht nur die Sprengsätze des auf Druck des Mieten-Volksentscheids beschlossenen Wohnraumversorgungsgesetzes Berlin (WoVG) deutlich, sondern auch, wie wichtig es für Bewegungen und Parteien ist, sich für die Umsetzung der progressiven Elemente dieses Gesetzes einzusetzen.
Paul, Gelenkte Mitbestimmung ist keine Mitbestimmung, BLZ 8.6.16

Stuttgart 21: Kosten vervierfacht

S 21 10 Mrd. Kosten, plus minus 21.7.16Bundesrechnungshof und Verkehrsexperten prognostizieren eine weitere Explosion der Kosten für Stuttgart 21. Woher die zusätzlichen Gelder kommen, ist völlig unklar. Trotzdem wird weiter gebuddelt. Die strukturelle Lücke zwischen geplanten und realen Kosten von von der Politik durchgewunkener Großprojekte ist ideales Futter für den Rechtspopulismus. Brisanter Beitrag auf plus minus.
http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/videos/hoehere-kosten-kaum-kontrolle-milliardengrab-stuttgart-21-100.html